Historischer Tiefpunkt auf dem Ausbildungsmarkt in Lippe

Historischer Tiefpunkt auf dem Ausbildungsmarkt in Lippe
Historischer Tiefpunkt auf dem Ausbildungsmarkt in Lippe

IG Metall warnt vor fatalen Folgen für Jugend und Fachkräftesicherung

Noch nie in den vergangenen 40 Jahren wurden in Lippe so wenige neue Ausbildungsverträge abgeschlossen wie im Jahr 2025. Lediglich 1.851 neue Verträge kamen zustande – 300 weniger als im Vorjahr, ein Rückgang von 14 Prozent. Besonders drastisch: 96 Prozent dieses Minus entfallen auf Industrie und Handel.

Diese Zahlen stellte Dr. Klaus Kessler in der jüngsten Sitzung des Ortsjugendausschusses der IG Metall Detmold vor. Im bundesweiten Vergleich rangiert der Agenturbezirk Detmold nahezu am Ende: Nur ein Arbeitsmarktbezirk in ganz Deutschland schneidet noch schlechter ab. Mit rund 86 Ausbildungsstellen pro 100 Bewerber bleibt Lippe deutlich unter dem Bundesdurchschnitt.

„Die Entwicklung ist alarmierend. Viele Betriebe klagen über Fachkräftemangel, bilden aber gleichzeitig immer weniger junge Menschen aus“, kritisiert Florian Töws, politischer Sekretär mit Schwerpunkt Jugend bei der IG Metall Detmold. „Wer heute nicht ausbildet, verschärft die Probleme von morgen.“

Besonders problematisch sei die Situation für junge Menschen selbst. „Ausbildungsplätze in Wohnortnähe werden seltener, Perspektiven unsicherer. Das erhöht den Druck auf Schulabgänger und treibt junge Menschen aus der Region weg“, so Töws.

Die IG Metall Detmold fordert daher ein klares Umdenken bei den Arbeitgebern:
„Lippe braucht dringend mehr Ausbildungsplätze. Die Verantwortung für die Fachkräfte von morgen darf nicht weiter auf andere abgeschoben werden.“

Bei Fragen wende Dich an

Florian Töws

Politischer Sekretär

+49 5231 9919 23